Der Rohbau steht: Modernste Kletterhalle im Norden bekommt ein Gesicht
Die Kletterhalle auf dem Gelände der igs 2013 feiert Richtfest
Die 850 Quadratmeter große Kletterhalle auf dem Gelände der internationalen gartenschau hamburg (igs 2013) feiert Richtfest. Zur Fertigstellung des Rohbaus, nur knapp ein halbes Jahr nach Baubeginn, wurde heute der Richtkranz 16 Meter in die Höhe gezogen. Stadtentwicklungssenatorin Jutta Blankau und die Geschäftsführer der Nordwandhalle Betriebsgesellschaft mbH Jost Hüttenhain und Katrin Erenyi, freuten sich gemeinsam mit Stefan Wulff, Geschäftsführer der Otto Wulf Bauunternehmung GmbH und Sportwissenschaftlerin Beate Wagner-Hauthal, Projektkoordinatorin für Sport und Veranstaltung bei der igs 2013 gmbh, dass die Kletterhalle immer mehr Gestalt annimmt. In Wilhelmsburg entsteht damit nicht nur eine der größten und modernsten Kletterhallen Deutschlands, sondern auch das erste Null-CO2-Kletterzentrum. Am 25. Februar 2012 kann der Kletterspaß in unmittelbarer Nähe zum S-Bahnhof Wilhelmsburg für Einsteiger und Profis beginnen. Die Kletterhalle wird der erste Baustein eines vielfältigen Freizeit- und Sportangebots auf dem Gartenschaugelände im künftigen Wilhelmsburger Inselpark sein.
Das Leitmotiv der Betreibergesellschaft Nordwandhalle lautet „Klettern im Park“ und wird mit der Architektur beispielhaft umgesetzt. Die Westseite der Halle wird gebäudehohe Verglasungselemente erhalten, die im Sommer komplett geöffnet werden können und im Winter durch die freie Sicht in den Park das Gefühl des Draußen-Kletterns vermitteln. Auf dem 6.000 Quadratmeter großen Grundstück werden im Außenbereich zusätzlich felsenartige Klettermöglichkeiten geschaffen. Mit einem großen Boulderraum für das seilfreie Klettern in Absprunghöhe und einem attraktiven Innen- und Außenkletterbereich wird das Kletterzentrum modernsten Ansprüchen gerecht werden. Kletter- und Boulderrouten –gesetzt aus 25.000 einzelnen Klettergriffen-, die regelmäßig von professionellen Routensetzern umgeschraubt werden, sorgen für dauerhaft abwechslungsreichen Kletterspaß in allen Schwierigkeitsgraden.
„Die Kletterhalle ist im doppelten Sinne nachhaltig. Einerseits für den Stadtteil, da sie das Freizeitangebot auch über die Zeit der igs 2013 hinaus deutlich verbessert, andererseits ist die Halle energetisch zukunftweisend“, lobte Senatorin Jutta Blankau beim Richtfest des Gebäudes das Konzept.
Die Gebäudehülle und die Anlagentechnik werden der Kletterhalle den Standard „Niedrig-CO2-Haus“ sichern. Um das Richtmaß „Null-CO2-Klettern“ zu erreichen, ist die Einspeisung von regenerativ erzeugtem Strom vorgesehen.
„Der Rohbau ist in extrem kurzer Zeit fertiggestellt worden! Wir haben beim Betonieren der Wände auf eine innovative Gleitschalungstechnik gesetzt. So konnten wir die Wände in nur fünf Tagen komplett erstellen“, freute sich Stefan Wulff, Geschäftsführer der Otto Wulff Bauunternehmung GmbH.
Vom Vorstiegs- und Toprope-Klettern (Klettern mit Seilsicherung) bis hin zum Bouldern (Klettern ohne Kletterseil in Absprunghöhe) werden Besucher alles vorfinden, was in einer modernen Kletterhalle zu erwarten ist. Fachkundiges Personal wird für Anleitung und Sicherheit sorgen. Gern gesehen sind auch Schulklassen, Gruppen oder Kinder, die dort zum Beispiel ihre Geburtstage feiern möchten. Hierfür wird es einen besonderen Gruppenraum geben, von dem man einen tollen Blick in die Kletterhalle haben wird.
„Und besonders freuen wir uns auch auf Schulklassen aus dem Stadtteil, denen wir günstige Gruppentarife anbieten werden“, betonte Jost Hüttenhain, Geschäftsführer der Nordwandhalle Betriebsgesellschaft mbH. „Unsere Verbindung zum Stadtteil zeigt sich auch in unserem Engagement für das Haus der Jugend hier in Wilhelmsburg.
„Sport in attraktiven Räumen, wie es hier in der Nordwandhalle ermöglicht wird, steigert eindeutig die Lebensqualität. Bei der Parkgestaltung legt die igs 2013 großes Gewicht auf die Themen Sport, Bewegung und Gesundheit und übernimmt damit eine Vorreiterrolle für moderne, grüne Stadtentwicklung. Die Kletterhalle ist ein wichtiger Baustein dieses ParkSport-Konzeptes der igs 2013. Zudem ist Klettern voll im Trend“, betont Beate Wagner-Hauthal, Projektkoordinatorin für Sport und Veranstaltung bei der igs 2013.
Mit dem ParkSport-Konzept der igs 2013 wird erstmals bei einer Parkplanung den aktuellen Bedürfnissen der Menschen nach Sport im Grünen Rechnung getragen.Die Kletterhalle wird eins von vielen Freizeit- und Sportangeboten für drinnen und draußen auf dem Gartenschaugelände sein. Zusammen mit dem neuen Schwimmbad, den geplanten Sport- und Freizeithallen, der beleuchteten Skater- und Multisportanlage, dem Kanu- und Freizeitrundweg und vielem anderen entsteht eine Aktivlandschaft, die weit über Wilhelmsburg hinaus wirken wird. Mit dem ParkSport-Konzept der igs 2013 werden die aktuellen Trends aufgegriffen, die für Hamburg in der Sportentwicklungsstudie des renommierten Professors Christian Wopp (Universität Osnabrück) ermittelt wurden. Die meisten Befragten möchten Sport in der Natur oder in öffentlichen Räumen treiben. Wenn im Oktober 2013 die Pforten der igs 2013 schließen, erhalten die Hamburger einen neuen Park, der besonders zu Sport und Bewegung im Grünen einlädt.
Informationen zur Kletterhalle unter www.nordwandhalle.de
Informationen zum Thema ParkSport unter www.igs-hamburg/parksport.de
