Der Stein kommt ins Rollen – Bauarbeiten an 80 Gärten haben begonnen!

IGS Hamburg 2013, DBG-News – 12/11 

Morgen auf den Tag genau sind es noch 500 Tage, bis die internationale gartenschau hamburg (igs 2013) vom 26. April bis zum 13. Oktober 2013 auf der Elbinsel Wilhelmsburg ihre Pforten öffnet. „In 80 Gärten um die Welt“ lautet das Motto des Großereignisses, das Besucher aus Nah und Fern auf Europas größte Flussinsel locken wird. Nun ist der symbolische Stein ins Rollen gekommen: Mit der Ankunft eines rund acht Tonnen schweren Findlings haben die Bauarbeiten zum Garten „Via Mala“ begonnen. Damit ist der Startschuss gefallen für die ausführende Gestaltung aller 80 Themengärten, die auf der Gartenschau zu bewundern sind.

Unter dem Motto „In 80 Gärten um die Welt“ dürfen sich die künftigen Besucher der igs 2013 schon jetzt auf eine aufregende und ereignisreiche Reise durch sieben Erlebniswelten freuen. In der Welt der Bewegung, der Kulturen und der Religionen, Welt der Häfen und Kontinente als auch in den Wasser- und Naturwelten präsentieren sich die 80 Themengärten in ihrer vollen Pracht. So unterschiedlich die Vielfalt in der Natur ist, so unterschiedlich sind auch die 80 Gärten: „Power - Der Outdoor-Trainer“, „Der kleine Italiener“, „Gaumenschmaus“, „Der rettende Strohhalm“, „Wüstenwellen“ oder „Via Mala“ – allein die Namen der Gärten machen neugierig auf mehr. Mit der Anlieferung eines rund acht Tonnen schweren Findlings ist nun – genau 500 Tage vor der Eröffnung der igs 2013 – der symbolische Startschuss gefallen für die ausführende Gestaltung der 80 Gärten. In den nächsten Wochen und Monaten wird emsig gearbeitet auf dem Gartenschaugelände: Garten- und Landschaftsbauer setzen Entwürfe um, erste Elemente werden eingesetzt. Im Frühjahr, nach der Frostperiode, beginnen dann die Pflanzarbeiten in den einzelnen Gärten: Sträucher, Bäume, Stauden erhalten ihren endgültigen Bestimmungsort.

 

Die „Schweizer Alpen“ auf der internationalen gartenschau hamburg

Sie ist bekannt aus der Weltliteratur und dem Fernsehen, der berühmte Schriftsteller John Knittel und der Schauspieler Mario Adorf werden mit ihr zusammen in einem Atemzug genannt, Wanderfreunden und Schweiz-Liebhabern zaubert ihre Erwähnung ein Entzücken ins Gesicht: die Via Mala, eine beeindruckende Schlucht in den Schweizer Alpen. Lange Zeit galt sie als der beste Zugang zu den Alpenpässen Splügen und San Bernardino, auch wenn dieser nicht ungefährlich war. Durch die vielen Unfälle, die Reisende in vergangenen Zeiten auf ihrem Weg durch die Schlucht erlitten, erhielt sie ihren Namen: „Via Mala – schlechter Weg“. Die Zeiten der schlechten Wege sind mittlerweile vorbei und die „Via Mala“ selber ist ein beliebter Ausflugsort in der Schweiz. Eine Hängebrücke, 321 Treppenstufen und eine alte Brücke von 1739 ermöglichen mutigen Wanderern den Abstieg in die berühmte Schlucht.

Einen ersten Eindruck von der „Via Mala“ – inmitten auf der Elbinsel Wilhelmsburg – können die Besucher auf der igs 2013 gewinnen. Mit seinem Entwurf für den Themengarten Nr. 62 holt Landschaftsarchitekt Paolo L. Bürgi vom Studio Paolo L. Bürgi Camorino aus der Schweiz die Alpen an die Elbe. Die Ausführungsplanung hat das Büro MSB Landschaftsarchitekten aus Hamburg übernommen. „Paolo Bürgi übersetzt das Thema der Via Mala mittels Granithockern, gebrochenen Gesteinsmaterialien und einem großen Findling, die, geschickt angeordnet und in einem Hain von Lärchen (Larix) eingebettet, den Besucher durch eine nachempfundene Gebirgsschlucht führen“, erklärt Jessica Tag, Projektkoordinatorin Freiraumplanung und Landschaftsbau.

 

WEITERE ARTIKEL