Wettbewerb „Kunstprojekt igs 2013“

DBG-News , IGS Hamburg 2013 - 06/12

internationale gartenschau hamburg geht neue Wege - Kunst auf Gartenschauen zu zeigen ist eine alte liebgewonne Tradition. Auch die internationale gartenschau hamburg (igs 2013) führt diese Tradition weiter, geht aber gleichzeitig neue Wege: Der Park wird nicht mit Kunstobjekten gefüllt, sondern durch die Arbeit der Künstler belebt. In einem zweistufigen Wettbewerb konnten die international agierenden Künstler Till Krause (Projekt „Freie Flusszone Süderelbe“) und Mark Wehrmann (Projekt „Friedhof der guten Ideen“) mit ihren Beiträgen die siebenköpfige Fachjury überzeugen. Am heutigen Donnerstag stellten igs-Geschäftsführer Heiner Baumgarten und Kuratorin Charlotte Brinkmann das Grundkonzept sowie das Wettbewerbsverfahren vor, Till Krause und Mark Wehrmann erläuterten ihre Projektideen.

Ein extra von der igs 2013 einberufenes Kunst-Kuratorium mit Fachexperten erarbeitete in mehreren Workshops ein Grundkonzept zur Vorbereitung eines beschränkten Wettbewerbs. Nicht nur die spezielle Geschichte des Hamburger Kunstprogramms wurde dabei berücksichtigt, auch die konzeptionellen Eckpunkte der igs 2013 – Stichwort Nachhaltigkeit, Internationalität und Planungsbeteiligung - und übergreifende, aktuelle Diskussionen in der Stadt wie bürgernahe Stadtentwicklung und Gentrifizierungskritik flossen in die Konzeptentwicklung ein.

Schon bald stand fest: Ein innovatives Konzept kann nicht mehr – wie auf europäischen Gartenschauen der letzten Jahre praktiziert – an einer Platzierung einzelner Kunstwerke zwischen ortsspezifischer Skulptur und kreativer Landschaftsgestaltung festhalten. Ferner ließen sich aufgrund der formalen Durchplanung des igs-Parks und seiner Inhaltsdichte (sieben Themenwelten mit achtzig Schaugärten) kaum räumlich-kreative Freiräume für einen schlagkräftigen Auftritt künstlerischer Positionen auffinden. „Vielversprechender erschien uns daher die Idee, während der Laufzeit der Gartenschau die Prozesse der Kunst und die Vorgehensweisen der Künstler auf dem Gelände zu verorten und konsequenterweise nicht in die laufenden, inzwischen weit fortgeschrittenen Planungsprozesse einzugreifen“, so Kuratorin Charlotte Brinkmann. „Inhaltlich sollten verstärkt die Leerstellen des Geländes bezüglich der nachhaltigen, lokalen Nutzung nach 2013 und gleichzeitig eine Einbindung verschiedenster Interessen der gesellschaftlich heterogenen Elbinsel in den Blick genommen werden.“

Die Idee der „Forschungsstation“

Das Kuratorium schlug daher vor, renommierte und erfahrene KünstlerInnen einzuladen, sich mit einer selbstgewählten Fragestellung und einem interdisziplinären Team in einer Art „Forschungsstation“ auf dem Gelände zu positionieren und gleichzeitig in den Stadtteil Wilhelmsburg hineinzugreifen. Als Ort, der offen ist für den paritätischen Austausch von Visionen, Strategien und konkreten Ideen scheint das Format der „Forschungsstation“ besonders geeignet, neue Wege für zukunftsweisende Entscheidungsprozesse zu entwickeln. Für die Kunst bietet sie die Möglichkeit, ohne Zeit und Erfolgsdruck mit neuen (künstlerischen) Formen der gesellschaftlichen Partizipation und konstruktiven Lebensraum-Gestaltung zu experimentieren, für die Besucher der Gartenschau und für die Bürger von Wilhelmsburg die Chance, neue Formen der Gegenwartskunst und neue Artikulationsmöglichkeiten kennen zu lernen.

Nach einer zweitägigen Informationstagung im Herbst 2011 zur Einführung in das Gelände und das Konzept „Kunstprojekt igs 2013“ haben sich neun der zwölf eingeladenen Künstler/innen zu dem zweistufigen Wettbewerbsverfahren angemeldet und im März 2012 ein erstes Konzept eingereicht. In der zweiten Stufe musste die Fach-Jury aus den fünf verbliebenen, ausgearbeiteten Vorschlägen die entscheidenden zwei auswählen, die bereits im Sommer 2012 mit den Vorbereitungen beginnen werden. Am 22. Mai entschied sich die Jury einstimmig für Till Krauses Projekt „Freie Flusszone Süderelbe“ und Mark Wehrmanns „Friedhof der guten Ideen“.

igs-Geschäftsführer Heiner Baumgarten freut sich über die Entscheidung: „Geleitet von der Philosophie der igs 2013 initiieren die Künstler mit ihren interdisziplinären Teams Kunstprojekte, die der dauerhaften Nutzung des Inselgrüns, der Partizipation und der Interkulturalität gerecht werden.“

Till Krause, Projekt „Freie Flusszone Süderelbe“

Der Künstler Till Krause wird sich in seinem Projekt „Freie Flusszone Süderelbe“ mit der hypothetischen Schließung der Süderelbe für die Binnenschifffahrt auseinandersetzen. Im Austausch mit einer breiten Öffentlichkeit soll eine Vision entwickelt werden, wie mit einem hochtechnisiertem Fluss inmitten aller Nutzungsansprüche umgegangen werden könnte. Mit der Behauptung „Schließung für die Binnenschifffahrt“ wird der Status quo experimentell herausgefordert.

Mark Wehrmann, Projekt „Friedhof der guten Ideen“

Die Arbeit von Mark Wehrmann „Friedhof der guten Ideen“ spricht für sich: unterschiedliche gute Ideen von Besuchern der Gartenschau werden anonym „begraben“ und dadurch ein Lösungsprozess sowohl für den Ideengeber wie auch für die Idee vollzogen. Die Besucher, die bereits seit Längerem eine „gute Idee“ mit sich herumtragen, im Grunde jedoch nicht mehr davon ausgehen, diese jemals zu realisieren, werden dazu aufgerufen, mit dem Team zu kommunizieren und gemeinsam den Entscheidungsprozess von der Aufgabe bis hin zur Materialisierung der Idee als Grabsteininschrift zu durchlaufen. Die bewusste Trennung von einer Idee kann neue Freiräume öffnen.

Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse

Neben Till Krause und Mark Wehrmann gehörten die documenta-Teilnehmerin Mariella Mosler (Projekt „Folly und Musen“), das Künstlerinnen-Duo Geelke Gaycken/Sonja Vordermaier (Projekt „MATRIX“) und die interdisziplinäre Gruppe metro/Zones um Kathrin Wildner (Projekt „Das goldene Ei – Die Zukunft des Parks erfinden“) zu den fünf Künstlern, die mit ihren ausgearbeiteten Vorschlägen an der 2. Wettbewerbsstufe teilnahmen.

Die igs 2013 präsentiert vom 22. Juni bis 8. Juli 2012 im Rahmen einer Ausstellung im igs-Zentrum, Am Inselpark 1, 21109 Hamburg, ausführlich diese fünf hervorragenden Projektideen.

Eine eigens erstellte Broschüre beleuchtet die außergewöhnliche Genese des Wettbewerbs und die Teilnehmer der 1. Stufe.

Öffnungszeiten

Di.-Fr.: 10 bis 18 Uhr 
Sa.+So.+Feiertage: 14 bis 18 Uhr
Mo.: geschlossen

Der Eintritt ist frei.

Die Broschüre und Fotomaterial zum Download finden Sie ab 15 Uhr unter www.igs-hamburg.de/aktuelle-pressefotos.

 

Rückfragen bitte an:

Ina Heidemann, Michael Langenstein, Andrea Ubben

Tel. +49(0)40-226 31 98 -400/401/402

presse@igs-hamburg.de

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