Evangelische Kirche und ihre ökumenischen Partner planen umfangreiches Programm zur Bundesgartenschau 2015

BUGA Havelregion 2015 , DBG-News - 04/13

Unterzeichnung des Kooperationsvertrages mit dem BUGA-Zweckverband

Der Verein „Kirche und BUGA 2015“ hat am 18.04.2013 - ein Jahr nach der Eröffnung seines Projektbüros und genau zwei Jahre vor der Eröffnung der Bundesgartenschau - in Rathenow über den aktuellen Stand seiner Planungen informiert. Die gute Zusammenarbeit mit dem BUGA-Zweckverband bei den Vorbereitungen wurde mit der heutigen Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages untermauert.

Kirche auf der BUGA 2015 – „Kirche im Fluss“

„Von Dom zu Dom“ heißt es im Motto der BUGA 2015. Wo gleich zweimal Dom drauf steht soll natürlich auch Kirche drin sein und das nicht nur in den beiden Dom-Städten sondern an allen fünf BUGA-Standorten. Die christlichen Kirchen mit ihren engagierten Gemeinden in der Havelregion haben diese Chance und Herausforderung mit Freude angenommen.
Und so wird Kirche auf der BUGA 2015 einheitlich und deutlich erkennbar sein, neugierig machen, lebendig und gastfreundlich sein, Räume für Momente der Stille schaffen und Besucher am gemeindlichen Leben teilhaben lassen. Durchaus missionarisch engagiert möchte sie auch Klischees aufbrechen und Überraschungen bieten.
Zahlreiche Assoziationen und Anknüpfungspunkte für die kirchlichen Aktivitäten zur BUGA finden sich bereits im Arbeitstitel „Kirche im Fluss“:
 - bewegt sich | fließt | treibt voran | verbindet
 - ist: Fels | Anker | Schleuse | Stolperstein | Leuchtturm | Rettungsboot
 - braucht Brücken | hilft in See(len)not | hat ein Logbuch | schwimmt auch gegen den Strom.

Kirchenwege im Havelland

Mit den „Kirchenwegen im Havelland“ wird ein Netz ausgelegt, das etwa 80 Kirchen zwischen der Hansestadt Havelberg und Brandenburg an der Havel verknüpft. Es werden direkte Routen zwischen den Domstädten zum Radfahren, Wandern/Pilgern, per Boot und per Motorrad angeboten. Dazu kommen mehrere Rundwege. Die Tourenvorschläge werden auf vorhandene Wege gelegt und über Flyer und Website publiziert. Die Testphase wird bereits 2014 beginnen und die Kirchenwege sollen auch nach der BUGA 2015 weiter bestehen.
Das Projekt wird aus dem Förderprogramm ILE/LEADER mitfinanziert, das aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die ländliche Entwicklung (ELER) sowie aus Mitteln des Landes Brandenburg finanziell unterstützt wird. Von Anfang an genoss das Projekt die Unterstützung von Partnern wie dem Naturpark Westhavelland und vor allem dem Tourismusverband Havelland. So wird auch die künftige Einbindung der Kirchenwege in die touristischen Angebote der Region gesichert. Die Touren wurden im Rahmen einer Projektstudie vom „Tourismuskontor“, Brandenburg an der Havel, erarbeitet.

Kirche auf allen fünf BUGA-Standorten

Die christlichen Kirchen werden an allen fünf BUGA-Standorten präsent und (wieder) erkennbar sein. Sichtbar wird das über bauliche Objekte, die durch ihre Identität in Material (z.B. Robinienholz) und Konstruktionsweise unverwechselbar die kirchlichen Standorte kennzeichnen.
Verbindendes, wiederkehrendes Bild ist ein stilisierter Kirchturm, der in die verschiedenen Objekte eingebunden wird. Insbesondere die Standorte in Brandenburg an der Havel und Rathenow werden ökumenisch geprägt sein.
In Brandenburg an der Havel, als Ausgangspunkt der Christianisierung im Havelland, wird ein Schiff den Beginn einer Reise, den Aufbruch signalisieren.
Premnitz steht für Energie und Impuls. Der kirchliche Blick nimmt Bezug auf die Energien der weltweiten Christenheit, ihre Fähigkeit Kulturen zu verbinden, aber auch auf ihre Dispute und Kompromisse. Als Zeichen der Versöhnung entsteht hier ein Regenbogen. Junge Teilnehmer mit unterschiedlichen Erfahrungen werden dieses Spielgerät in den ersten 2 Wochen der BUGA bauen.
Rathenow als Stadt der Optik wird von der BUGA mit dem Thema Weitsicht geprägt. Visualisiert wird der Kirchenort hier in einem Labyrinth, als altes christliches Symbol des Lebensweges und der Suche nach verschiedenen spirituellen Sichtweisen. In seinem Inneren findet sich ein Andachts- und Aktionsraum.
In Stölln findet der Kirchturm seinen Platz am Gollenberg. Die Aktivitäten der kleinen Stöllner Gemeinde werden sich hier auf die Dorfkirche konzentrieren, die sich nahe am zweiten BUGA-Areal in Stölln befindet: dem Lilienthal-Centrum Stölln.
Die Hansestadt Havelberg steht für Erkenntnis. Der kirchliche Fokus sieht in der Stadt den ältesten Bischofssitz, die Endstation der Reise, aber auch Hoffnung, Gemeinschaft und Familie. Zum Bild und spielbaren Objekt wird das in einem Spielschiff.
Die Machbarkeitsstudie für die Objekte wurde von der Firma SIK-Holz, Langenlipsdorf, erstellt.
Die konkreten Standortabstimmungen mit dem BUGA-Zweckverband sind auf einem guten Weg.

Veranstaltungen/Projekte

Aus den umfangreichen Planungen seien hier einige Vorhaben aufgezeigt.
Festliche Gottesdienste werden zur Eröffnung der BUGA in Brandenburg an der Havel und zum Abschluss in der Hansestadt Havelberg gefeiert. Zum dauerhaften Angebot von April bis Oktober 2015 gehören neben Andachten und einer Predigtreihe zur BUGA auch weitere Gottesdienste, wie zum Beispiel ein Taufgottesdient direkt an der Havel am 21. Juni 2015 in Premnitz.
Die große Bedeutung der Kirchenmusik im Leben der Gemeinden und der Landeskirche wird sich natürlich auch im Programm zur BUGA widerspiegeln. Neben der musikalischen Umrahmung der Gottesdienste wird das vielfältige Repertoire von Chor, Orgel und Bläser bis hin zur Gospelmusik seine Bühne in den Kirchen und auf den BUGA-Standorten finden. Terminiert ist z.B. schon das Landesposaunentreffen am 11. Juli 2015.
Bildungsangebote für alle Altersgruppen konzentrieren sich unter dem Titel „Unterwegs zu den Quellen“ auf das Thema Wasser, das seit jeher eine besondere Rolle im kirchlichen Leben spielt.
Das jährliche Landesjugendcamp der Evangelischen Jugend Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz (EJBO) wird vom 18. bis 24. Juli 2015 erstmals als Pilgercamp stattfinden. Einige Hundert Jugendliche werden dann von Brandenburg an der Havel nach Havelberg unterwegs sein, auch unter Nutzung der „Kirchenwege im Havelland“.

Kooperationsvertrag zwischen dem Verein „Kirche und BUGA 2015“ und dem BUGA- Zweckverband

Heute unterzeichneten Erhard Skupch, Geschäftsführer des BUGA-Zweckverbandes, und Dr. Wolfram Diederichs, Vorsitzender des Vereins sowie Pfarrer Andreas Buchholz, stellv. Vorsitzender des Vereins, einen Kooperationsvertrag. Damit bekommt die bisher schon ausgesprochen gute Zusammenarbeit auch ihren rechtlichen Rahmen und Bestandskraft bis 2015. Darin vereinbart sind u.a. die Errichtung eigner Ausstellungsbeiträge (Objekte) durch die Kirche ebenso wie die Ausrichtung eigner Veranstaltungen an den BUGA-Standorten. So wird ganz praktisch und haptisch das BUGA-Motto „Von Dom zu Dom“ von den christlichen Kirchen mit Leben erfüllt werden.

Hintergrund: Verein „Kirche und BUGA 2015“ und Projektbüro

Um die Beteiligung der Kirchen an der BUGA 2015 in der Havelregion zu koordinieren wurde im März 2010 der Verein „Kirche und BUGA 2015“ gegründet. Zu den Mitgliedern gehören die Kirchenkreise Mittelmark-Brandenburg, Havelberg-Pritzwalk und Nauen-Rathenow, die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), der Landesausschuss für Innere Mission sowie das Erzbistum Berlin. Eingeladen zur Mitarbeit sind aber auch alle anderen Interessierten. Den Vorstand des Vereins bilden: Pfarrer Andreas Buchholz (Rathenow), Dr. Wolfram Diederichs (Brandenburg), Diakon Klaus Hubert (Nauen) und demnächst Pfarrer Frank Städler (Havelberg). Den Vorsitz führt Dr. Diederichs.
Im April 2012 wurde das „Projektbüro Kirche und BUGA 2015“ in Rathenow eröffnet. Hier arbeiten Angela Wuschko und Cornelia Knispel daran, die Aktivtäten und ambitionierten Ideen der christlichen Akteure zu bündeln, zu kommunizieren und weitere zu initiieren. Im Laufe des Jahres 2013 wird auch ein BUGA-Pfarrer seine Arbeit aufnehmen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Kirche und BUGA 2015 e.V.
c/o Projektbüro
Angela Wuschko, Tel.: 0170.475 36 49
Kirchplatz 10
14712 Rathenow
Telefon: 03385.52 03 55 (Mo-Fr- 10-12 Uhr)
FAX: 03385.520 01 82
E-Mail: kirche-buga2015@gmx.de

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