Blick aus luftigen Höhen auf die Gartenschau!
Auf bis zu sechs Metern Höhe können die Besucher der internationalen gartenschau hamburg (igs 2013) in zwei Jahren in einer Gartenschaubahn über das Gelände schweben. Unter dem Motto „In 80 Gärten um die Welt“ entführt die Ausstellung ihre Besucher auf eine Reise durch die Kulturen und Klimazonen dieser Erde. Die Fahrt mit der Einschienenbahn ermöglicht den Gästen eine völlig andere Perspektive auf die Gärten, die in sieben Erlebniswelten liegen. Die Gartenschaubahn wird auf Stelzen langsam und leise in verschiedenen Höhen über das Gelände rollen. Sie ist somit Transportmittel und Attraktion in einem. Gebaut und betrieben wird die Bahn von dem Unternehmen „INTAMIN Bahntechnik und Betriebsgesellschaft mbh“, die bereits jahrzehntelange Erfahrung auf diesem Gebiet hat. Die Investitions- und Betriebskosten werden über die Einnahmen refinanziert.
„Die Gartenschaubahn ist in vielerlei Hinsicht eine Attraktion: Sie kann sich unabhängig von Höhen über das Gelände bewegen, den Besuchern interessante Einblicke gewähren, Hindernisse überwinden und Wege verkürzen. Mit der Gartenschaubahn bieten wir den Besuchern einen spannenden Perspektivenwechsel“, betont igs 2013-Geschäftsführer Heiner Baumgarten.
Die Bahnstrecke führt über eine Länge von 3400 Metern in einem Rundkurs durch das rund 100 Hektar große Gartenschaugelände und hält an drei Stationen. Ein Bahnhof befindet sich im Haupteingangsbereich mit der Welt der Häfen. Von dort fährt die Bahn entlang der Welt der Bewegung und der Welt der Kontinente zum Südpunkt des Parks, wo sich die Kulturlandschaften präsentieren und der Markt der Möglichkeiten Produkte aus der Region anbietet. Hier kann der Besucher ein- und aussteigen. Weiter geht es entlang des Kuckucksteichs, quer über die heutige Wilhelmsburger Reichsstraße und dann in den Westen des Geländes, in die Wasserwelten, wo sich ein attraktiver Gastronomiestandort befindet. Auch hier ist ein Bahnhof vorgesehen. Der letzte Streckenabschnitt führt dann zum Ausgangspunkt am Eingangsbereich zurück. Ist die Fahrt an sich ein Highlight der Gartenschau, so ist die Bahn aber auch ein wichtiges Transportmittel für ältere Menschen und Familien mit kleinen Kindern, die die Reise durch die Erlebniswelten auf dem 6,5 Kilometer langem Rundweg nicht allein zu Fuß zurücklegen können oder möchten. Die Bahnhöfe sind barrierefrei und es sind Abteile für Rollstuhlfahrer vorgesehen.
„Wir freuen uns, nach Planten und Blomen wieder in Hamburg an einem großen Gartenschauprojekt beteiligt zu sein. Für uns ist dies die fünfzehnte Gartenschau, genau vor 30 Jahren wurde die erste INTAMIN Einschienenbahn anlässlich der Gartenschau Baden Baden 1981 in Betrieb genommen und INTAMIN wurde vor 44 Jahren gegründet. Schöne Zahlenspiele und gute Voraussetzungen die neue Herausforderung - igs 2013 - mit Erfolg zu realisieren“, so Peter Amberg, Geschäftsführer der INTAMIN Bahntechnik und Betriebsgesellschaft mbH. Das Unternehmen wird in Kürze alle erforderlichen Genehmigungen einholen und noch in diesem Frühjahr mit den Gründungsarbeiten beginnen.
Sieben Züge mit je dreizehn Wagen, die jeweils 78 Sitzplätze bieten, können während der igs 2013 stündlich über 2000 Menschen transportieren. Mit einer Geschwindigkeit von ca. zehn bis fünfzehn Kilometer pro Stunde dreht die Gartenschaubahn im Veranstaltungsjahr lautlos und umweltfreundlich ihre Runden. Die Erfahrungen aus anderen Gartenschauen zeigen, dass eine solche Bahn unter den Besuchern eine hohe Akzeptanz hat und gern für eine Fahrt ein Ticket gelöst wird.
Die Gesamtkosten für die Einschienenbahn werden rund 13 Millionen Euro betragen und anteilig von der igs 2013 gmbh und von der INTAMIN Bahntechnik und Betriebsgesellschaft mbH getragen. Die Aufwendungen sollen durch den Fahrpreis und durch den Weiterverkauf der Bahn nach der Gartenschau refinanziert werden. Das Unternehmen INTAMIN Bahntechnik und Betriebsgesellschaft mbH hat sich in einem europaweit veröffentlichten Interessenbekundungsverfahren gegenüber anderen Mitbewerbern durchgesetzt.
Visualisierungen befinden sich zum Download auf der Homepage der igs 2013 unter www.igs-hamburg.de/564.0.html bereit.
