Landschaftsarchitekten-Wettbewerb: das Stadttor Hamburgs verschönern
Der „Otto Linne Preis für urbane Landschaftsarchitektur“ wird alle zwei Jahre von der internationalen gartenschau hamburg (igs 2013) und der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) vergeben. Der Wettbewerb richtet sich an junge, internationale Landschaftsarchitektinnen und -architekten unter 40 Jahren. Der Preis ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert und wurde nach dem ersten Hamburger Gartendirektor Otto Linne (2.12.1869–4.6.1937) benannt, der mit seinen fortschrittlichen Ideen, Planungen und Gestaltungen die grüne Identität Hamburgs prägte.
Die Wettbewerbsunterlagen liegen ab 1. März 2011 als Download unter www.otto-linne-preis.de bereit, die Auftaktveranstaltung mit Gebietserkundung findet am 28. April 2011 statt. Danach haben junge Landschaftsarchitekten bis 40 Jahre die Möglichkeit, bis zum 8. September 2011 ihre Entwürfe zur landschaftlichen Entwicklung des Wettbewerbsgebietes einzureichen. Die Preisverleihung findet dann am 2. Dezember 2011 statt.
„Die Entscheidung für diesen Ort fiel eindeutig: So schwierig dieser Ort ist, weil er so indifferent ist, weil er sich bis dato nicht entscheiden kann, zwischen Einfallstor in die Hansestadt, Rückzugsraum für Tiere, Pflanzen und Menschen, die sich mit wenig zufrieden geben, soviel Chancen bietet er gleichzeitig“, sagt Werner Steinke, in der BSU zuständig für die Koordination des Preises. „Das ist etwas für die Jugend, weil die Alten sowieso schon immer wissen, warum es gerade hier eigentlich nicht geht. Hier ist die Unverkrampftheit des Fremden nötig. Die Kreativität der Jungen. Dies ist ein Ort für Wettbewerbe.“
„Das ist kein Ort für Verzagte“, urteilt auch Heiner Baumgarten, Geschäftsführer der igs 2013, der sich maßgeblich für die Wiederaufnahme des seit 1997 ruhenden Otto-Linne-Preises eingesetzt hat. „Verbaut und verlärmt, ein Ort voller Widersprüche und Gegensätze, der über die Jahre mit den Nutzungsanforderungen wuchs, die ihm zugedacht, ja zugemutet wurden. Gerade deshalb aber entstand hier ein Ort mit einer eigenen Kraft und Ästhetik. Diese möchten wir im Wettbewerb sicht- und erlebbar machen. Der Raum zwischen Hafen, Elbbrücken und Verkehrstrassen ist eine Herausforderung für kreative und unkonventionelle Ideen, wie gemacht für junge Landschaftsarchitekten.“
