Aktuell: Wiedereröffnung der Karl-Nägele-Brücke - Feuerwerk und Feiern auf dem BUGA-Gelände

Mit einem großen Brücken- und Baustellenfest am Samstag, den 15. und Sonntag, den 16. Juli 2017 feiern Stadt und Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH die Wiedereröffnung der Karl-Nägele-Brücke. Von Montag, 17. Juli, an wird die Brücke nach 18 Monaten Ausbau wieder für den Verkehr freigegeben. Die Fahrzeuge werden dann über die Achse Füger- / Weipertstraße zum Europaplatz und weiter in die Stadtmitte rollen. Parallel dazu wird die Kalistraße, die derzeit noch am Neckar entlang übers Bundesgartenschaugelände führt, aus dem Verkehrsnetz genommen. Sie wird am Samstagabend, 17 Uhr, gesperrt. Ebenfalls am Samstagabend, 17 Uhr, wird die Kranenstraße zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Europaplatz gesperrt. Die Bundesgartenschau-Baustelle wird erweitert bis an den Neckar, um am Neckaruferpark und der Kraneninsel weiterbauen zu können.

Vorher aber wird auf der Brücke, auf der Kalistraße und auf dem Bundesgartenschaugelände noch fröhlich gefeiert. Das Festwochenende beginnt mit einem Brückenfest am Samstag, 18 Uhr, bei dem der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann und Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel die Brücke symbolisch mit dem Durchschnitt des Bandes frei geben. Anschließend werden sie mit einem historischen NSU-Fahrrad als Erste über die Brücke fahren, vorbei an einem Spalier mit Quicklys und den Wankelfahrzeugen RO 80 und Spider. Beide stammen aus dem Haus Audi AG, einem der offiziellen Partner der Bundesgartenschau Heilbronn GmbH. An diesem Abend übergibt außerdem Helmut Stettner, Werkleiter der Audi AG, Neckarsulm, die ersten drei von insgesamt zehn Fahrzeugen an die Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH, die die Audi AG als offizieller Partner der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH zur Verfügung stellt.

Mit Musik, Essen und Trinken geht es in den Abend, der mit einem großen Feuerwerk ab etwa 22:30 Uhr endet. Das Feuerwerk wird gezündet am Ufer des Karlssees auf dem Bundesgartenschaugelände.

Am Sonntag wird das Festgelände erweitert auf das Bundesgartenschaugelände. Mit einem Gottesdienst um 10:30 Uhr an der Bühne auf der Karl-Nägele-Brücke beginnt der Tag. Danach wird das vielseitige Programm, bei dem für jeden etwas dabei ist, offiziell eröffnet. Der zentrale Informationspavillon der Bundesgartenschau GmbH befindet sich im Kreuzungsbereich Kalistraße/Karl-Nägele-Brücke. Dort starten auch die Führungen über das Bundesgartenschaugelände, die den ganzen Tag über angeboten werden. Sie führen erstmals auch den Neckaruferpark im Wohlgelegen mit dem neu geschaffenen Hafenplatz und dem Holzsteg am Ufer entlang. Unter Bäumen auf der Promenade oder auf dem Holzsteg über dem Wasser ist eine bisher nie dagewesene Atmosphäre am Fluss bereits jetzt zu genießen.

Mitarbeiter der Bundesgartenschau informieren die Besucher an auf dem Gelände verteilten Infopoints über die verschiedenen Bereiche der Bundesgartenschau – von der Stadtausstellung mit ihrem Konzept als kompakte urbane Bebauung als Grundstein für ein lebendiges Stadtquartier Neckarbogen, über die Sommerinsel mit ihren wechselnden Bepflanzungen, den schon grünen Hafenpark und die Nachhaltigkeit der gerade erst befüllten Seen, die Gestaltung der Neckarufer oder das Inzwischenland mit seinem Pappelwald.

Auch Kinder sollen beim BUGA-Baustellenfest ihren Spaß haben. Für sie baut die Kreissparkasse Heilbronn ihre Hüpfburg auf. Bagger stehen wieder bereit, auf die sie sich wie ein Großer setzen und die Schaufel schwenken können. Von Jugendgemeinderäten können sie sich schminken lassen oder beim nicht ganz ernst zu nehmenden Gummistiefelweitwurf mit ihren Eltern messen. Mit Audi-Bobbycars können sie einen Parcours fahren.

Eine Aktion für große und kleine Besucher ist das Malprojekt von Bundesgartenschau und Jugendkunstschule Heilbronn auf der Kalistraße, an dem jeder Besucher mit Kreide mitmalen soll. Zwei Künstlerinnen begleiten das Projekt.

Auch am Sonntag engagieren sich regionale Partner der Bundesgartenschau: Am Stand des Deutschen Zweirad- und NSU Museums, Neckarsulm, können sich Besucher auf historischen NSU-Motorrädern fotografieren lassen. Das Auto- und Technikmuseum Sinsheim bringt einen alten Lanz-Bulldog mit und hat Rätsel- und Gewinnspielaktionen vorbereitet. Auch am Stand der Kreissparkasse Heilbronn können sich Besucher an Gewinnspielen beteiligen. Der Erlebnispark Tripsdrill bietet Frisbee werfen und Armbrustschießen an. An einer Fotobox können sich Besucher in lustiger Verkleidung fotografieren lassen. Mit Fernrohren und Teleskopen der Robert-Mayer-Sternwarte Heilbronn können Gäste den Himmel und das Gelände der Bundesgartenschau anschauen.

Ein Trainer vom Profimarkt Intersport, Heilbronn, führt Interessierte auf dem Neckar ins „stand up paddling“ ein (Treffpunkt Reederei Schwaben). Außerdem präsentieren sich der Verein Große Hilfe für kleine Helden, Unicef sowie die Kirchen. Der SWR wird mit seiner Aktion „SWR hört zu!“ und einem Studiowagen vor Ort sein.

Das musikalische Programm auf der Bühne gestalten Chöre vom Chorverband Heilbronn sowie der Musikverein Kirchhausen. Den ganzen Tag über gibt es Gutes zu essen und zu trinken.

Das Fest endet am Sonntag um 17 Uhr.

„Insel im Fluss" - Die BUGA 2019 und der Neckarbogen

In zwei Jahren wird Heilbronn zum Schauplatz der Bundesgartenschau. Sie bietet die Chance, große Teile der Innenstadt um- und neuzugestalten und damit eine für Generationen wichtige langfristige Stadtentwicklung zu forcieren: bestehende Grünzüge zu verbinden und Heilbronn mit neuen dauerhaften Park-, Seen- und Uferlandschaften erlebbar zu machen. Mit der BUGA entsteht auf einer alten Bahnbrache zudem ein neues Stadtquartier, der Neckarbogen, das  zukunftsfähigen Modellcharakter hat.

Eines der Hauptziele ist es, die Stadtteile westlich und östlich des Neckars besser zusammenzuführen und die ressourcenschonende bauliche Innenstadtentwicklung zu beschleunigen. Dem Fruchtschuppen-Areal, einer über 30 Hektar großen Konversionsfläche der Bahn, zwischen Altem Neckar und Neckarkanal, kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu. Hier wird ein ganz neues Stadtquartier entstehen, das seit einem Bürgerwettbewerb den Namen Neckarbogen trägt. Darüber hinaus sind weitere 10 Hektar des Stadtgebietes in das BUGA-Konzept eingebunden, in denen städtebauliche Mängel beseitigt, Grünzonen angelegt, Uferzonen geöffnet, Straßen verlegt und bessere Anbindungen für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden sollen. So wirkt die BUGA - ähnlich wie in Koblenz - auch in Heilbronn als Motor der Stadtentwicklung.

Erste Schritte: Machbarkeitsstudie und Ideenwettbewerb

Nachdem Heilbronn den Zuschlag für die BUGA 2019 auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie erhalten hatte, lobte die Stadt 2008 einen Ideenwettbewerb für das zentrale Stadtquartier Neckarbogen auf dem Fruchtschuppen-Areal aus. Im Juli 2010 beschloss der Gemeinderat den städtebaulichen Rahmenplan als Grundlage für den Realisierungswettbewerb BUGA 2019. Dieser gab Auskunft über die Art der Bebauung und die Verkehrserschließung, lieferte aber auch erste Anhaltspunkte zur Landschaftsgestaltung des neuen Quartiers. Der nun folgende europaweit zweiphasig ausgeschriebene Realisierungswettbewerb ging im Mai 2011 mit der Auszeichnung von sechs Entwürfen zu Ende. Einstimmig wurde dem Büro sinai aus Berlin der erste Preis zugesprochen. Die vorgelegten Pläne mit dem Leitbild der "Stadtbaustelle im Schwebezustand" sind Grundlage für die Entwicklung der Ausstellungskonzeption Bundesgartenschau Heilbronn und der öffentlichen Daueranlagen im zukünftigen Stadtquartier.

Kontinuierliche Bürgerbeteiligung

Die Bundesgartenschau hat einen sehr starken Rückhalt in der Bevölkerung: Bei einer Bürgerumfrage im Frühjahr 2012 beantworteten 89 Prozent der Befragten die Frage „Ist die Bundesgartenschau gut für Heilbronn?“ positiv. Groß ist auch das Interesse an der Entwicklung des Modellprojektes Neckarbogen. So ist verständlich, dass sich die Heilbronner in Workshops, Arbeitsgemeinschaften, Schulen mit Ideen, Modellen und Umsetzungsvorschlägen engagierten. Sie wurden dazu aktiv von der Stadt und der BUGA –Gesellschaft aufgefordert. In Informationsveranstaltungen, Bürgerwerkstätten und Ausstellungen sowie bei Gelände-Rundgängen wurden und werden die Bürgerinnen und Bürger kontinuierlich in die Planungsprozesse eingebunden.

März 2015: Weichen für den Neckarbogen gestellt

Der Heilbronner Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Weichen gestellt für die Modellbebauung Neckarbogen. Sie bildet den Auftakt für das künftige Stadtquartier Neckarbogen und wird als Stadtbaustelle bzw. Stadtausstellung Neckarbogen zugleich Teil der Bundesgartenschau 2019 sein. Wesentliche Kriterien für das Investorenauswahlverfahren sind nun festgelegt. Demnach kann sich ein Interessent auf beliebig viele Grundstücke bewerben, er muss aber für jedes einzelne eine Planung und Konzeption einreichen. Um eine möglichst vielfältige Planung zu erhalten, darf ein Architekt maximal zwei Gebäude entwerfen, sie dürfen jedoch nicht nebeneinander liegen. Ein Gestaltungshandbuch legt Details dazu fest.

Über die Reservierung der Grundstücke, deren Quadratmeterpreis sich zwischen 530 Euro und 640 Euro bewegt, wird der Gemeinderat in seiner Sitzung am 29. Juli 2015 entscheiden. Qualitätskriterien wie Architektur, Städtebau, Nutzungsmischung, Freiraum, Energie und Mobilität werden dabei die entscheidende Rolle spielen. Auch zur Nutzung der Dachterrassen hat der Gemeinderat eine Entscheidung getroffen. Sie können während der BUGA 2019 für geführte Besuchergruppen zugänglich sein, müssen aber nicht geöffnet werden. Ebenso bleibt dies nach der Bundesgartenschau ein freiwilliges Angebot der Hausbesitzer.

Städtebauliche Ziele

Mit der BUGA soll ein attraktives neues Quartier in Innenstadtnähe entstehen, das ein Stück Modellstadt wird: In der Umsetzung werden in der ersten Etappe des Stadtwandels im Jahr 2019 (Modellbebauung 2019, ab 2020 vollständige Aufsiedlung) Zukunftsthemen forciert: Mobilität, demografischer Wandel, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Dazu ist eine gute räumliche Vernetzung über den Neckar und die Bahn erforderlich. Eines der erklärten Ziele ist es, "die Entwicklung flexibler Mobilitätsmodelle, um die vom Gemeinderat gesetzte Vorgabe, die Verteilung des Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel von heute 30/70 künftig auf einen Anteil von 70/30 des Fußgänger-, Rad- und ÖPNV-Verkehrs zum motorisierten Individualverkehr zu ändern", erläutert Baubürgermeister Wilfried Hajek.  Umweltschonend soll damit die  Einbindung des neuen Quartiers in die Gesamtstadt gesichert werden. Vielfältige Nutzungen und Funktionen, die hier neu miteinander vernetzt werden – Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Erholung – sollen darüber hinaus Strahlkraft entwickeln. Spiel- und Freizeitangebote, die sich an unterschiedlichen Wünschen und Bedürfnissen einer gesundheitsbewussten und mobilen Stadtgesellschaft orientieren, sollen die neuen Parklandschaften bereichern und  zur Bewegung animieren.  Für diese modellhaften Planungen wurde die Stadt Heilbronn im Juni 2012 mit dem Vorzertifikat in Silber der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet. Mit dem Zukunftsprojekt Neckarbogen hat Heilbronn als eine der ersten Kommunen in Deutschland ein bundesweit anerkanntes Verfahren zur Beurteilung der Qualitäten von Stadtquartieren durchlaufen. Der Zertifizierungsprozess der DGNB sieht insgesamt die Prüfung und Bewertung eines Vorhabens anhand von 46 Kriterien vor. Energieeffizienz, ressourcenschonende Infrastruktur, Bodenschutz und Artenvielfalt spielen dabei ebenso eine gewichtige Rolle wie ökonomische, soziokulturelle und funktionale Qualitäten des Vorhabens.


Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der BUGA Heilbronn
>> www.buga2019.de

Aktuelle Nachrichten

zur BUGA Heilbronn 2019 finden Sie >>HIER.

Fakten

Fakten
Organisation

BUGA Heilbronn 2019 GmbH

Gründung

02.02.2010

Sitz

Edisonstraße 25, 74076 Heilbronn am Neckar

Aufgabe

Revitalisierung einer innerstädtischen Brachfläche durch Entwicklung eines neuen Stadtquartiers und Schaffung neuer urbaner Parklandschaften mit Spiel- und Sportbereichen, Ausgestaltung der Neckarufer als Naherholungslandschaft und Naturerfahrungsraum

Gelände

ehemaliges Bahngelände auf dem Fruchtschuppenareal (zukünftig Stadtquartier Neckarbogen)

Fläche

ca. 40 Hektar

Dauer der Gartenschau

17. April  -  06. Oktober 2019
(173 Tage)

Webseite

>> www.buga2019.de

Brückenfest und Baustellenfest

Stadtausstellung Neckarbogen

Gemeinderat entscheidet sich für Stadtsiedlung Heilbronn und HP Wohnresidenzen Ludwigsburg

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Die Infobox – Bürgerbeteiligung als zentrales Anliegen

Im Inneren vermittelt eine Ausstellung auf zwei Etagen allgemeine Informationen über Bundesgartenschauen sowie den aktuellen Planungsstand zur Bundesgartenschau Heilbronn und zum Stadtquartier Neckarbogen mit den umgebenden neuen Park- und Wasserlandschaften.
Vom Dach bietet sich in neun Metern Höhe ein großartiger Rundblick über das künftige Gelände. Die Infobox ist über die Kranenstraße und den Lauerweg erreichbar; besichtigt werden kann sie im Rahmen von Führungen über das Gelände. Die Termine werden jeweils in den örtlichen Medien bekannt gegeben. Darüberhinaus reist eine kleine mobile Infobox durch Heilbronn und die Region, um Ansichten und Einsichten in die vorgesehene Stadtentwicklung zu geben und Lust auf die BUGA im Jahr 2019 zu machen.

Stadtausstellung Neckarbogen: Gemeinderat entscheidet sich für Stadtsiedlung Heilbronn und HP Wohnresidenzen Ludwigsburg

Der Gemeinderat hat am Donnerstag in nicht-öffentlicher Sitzung mit einstimmigem Votum zwei Entscheidungen zur Stadtausstellung Neckarbogen getroffen. Nachdem sich ein Investor im Baufeld J aus dem Investorenauswahlverfahren zurückgezogen hatte, war über zwei Grundstück-Anhandgaben neu abzustimmen. Auf dem Grundstück J6 wird die Stadtsiedlung Heilbronn GmbH Mietwohnungen reali-sieren. Sie übernimmt den Entwurf der Berliner Architekten Kaden & Lager, die bereits für den zurückgetretenen Investor geplant haben. Insgesamt gab es für das Grundstück J6 drei Interessenten, die fünf Planungen eingereicht hatten.
Bezüglich des Grundstücks J2 entschied sich der Gemeindrat für den Investor HP Wohnresidenzen GmbH, Ludwigsburg, mit der Planung der 6H Architekten, Stuttgart. Die Firma HP Wohnresidenzen ist ein gemeinsames Unternehmen der Holzwarth Projektentwicklungsgesellschaft und der Paulus Wohnbau GmbH, welche bereits im Baufeld J tätig ist. Auch für dieses Grundstück hatten sich insgesamt drei Investoren mit fünf Planungen beworben. Überzeugend waren das Nutzungskonzept mit Mietwohnungen sowie die Architektursprache.
Der Gemeinderat folgte in beiden Fällen der einstimmigen Empfehlung der Baukommission. Mittlerweile liegen für etwa die Hälfte der 22 Grundstücke der Stadtausstellung Neckarbogen Bauanträge bei der Stadt vor. Spätestens im Juli 2016 muss mit dem Bauen begonnen werden, Baufertigstellung ist auf Juli 2018 terminiert.