Als Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft sind wir uns bewusst, das unser Format, die Gartenschau, einem steten Wandel unterworfen ist – sie muss sich sozialen und ökologischen Bedürfnissen ebenso anpassen, wie sie Antworten auf die veränderten Ansprüche der Menschen an ihre Lebensqualität in der Stadt oder Region finden muss. Deshalb schreiben wir unter Beteiligung der ausrichtenden Stadt regelmäßig landschaftsarchitektonische Ideen- und Realisierungswettbewerbe aus.
Nur der fachliche Leistungsvergleich aus gestalterischen, funktionalen und ökonomischen Ergebnissen kann für die anspruchsvolle Gesamtkonzeption und die vielfältigen Inhalte einer BUGA überzeugende Lösungen erreichen. So sind Architektenwettbewerbe neben gärtnerischen Wettbewerben unser wesentliches Qualifizierungselement. Ob Landschaftsarchitekt oder Hochbauarchitekt, eine Gartenschau gibt ihnen immer die Chance, innovative Vorschläge umzusetzen. Wettbewerbe sind Entdeckungsverfahren! In diesem Sinn sind wir gespannt auf Ihre Ideen!
Wettbewerbsverfahren am Beispiel der BUGA Heilbronn
Wird eine BUGA/IGA innerhalb eines neuen Baugeländes erschlossen, lobt im ersten Schritt das Planungsreferat einer Stadt/Region einen Wettbewerb für ein städtebauliches Gesamtkonzept oder einen Realisierungswettbewerb für das Gelände aus. Dem folgt ein landschaftsplanerischer Ideen- und Realisierungswettbewerb für die eingebetteten BUGA/IGA-Inhalte. Mit ihm werden die Strukturen für die zukünftige Gartenschau festgelegt. Dann folgen Einzelausschreibungen der BUGA Durchführungsgesellschaft für die Gestaltung bestimmter Ausstellungsbereiche: zum Beispiel eine Ausschreibung für bauliche Maßnahmen zur Geländevorbereitung oder zu den einzelnen Gartenschau-Inhalten/-Themen.
Zusätzliche Wettbewerbe und Preise – am Beispiel igs Hamburg
Der Otto Linne Preis für urbane Landschaftsarchitektur befindet sich in der Phase der Auslobung. Die internationale gartenschau hamburg 2013 gmbh vergibt gemeinsam mit der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt diesen Ideenpreis zur urbanen Landschaftsarchitektur.
Der Peter-Joseph-Lenné-Preis des Landes Berlin ist ein Ideenwettbewerb zur Garten- und Landschaftsarchitektur und zur Freiraum- und Landschaftsplanung. In 2008 hatte Hamburg die Ehre, eine Aufgabenstellung für das Verfahren zu stellen. Mit der landschaftsarchitektonischen Aufgabe „Park am Reiherstieg – Hamburg-Wilhelmsburg“ hat die internationale gartenschau hamburg 2013 den Peter-Joseph-Lenné-Preis unterstützt und gleichzeitig innovative Lösungen sowie wichtige Impulse für einen frischen und unbefangenen Zugang zum Wasser erhalten.
Der Ulrich-Wolf-Preis ist eine Studienstiftung der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur DGGL e.V. zur Förderung des Berufsnachwuchses im Bereich der Landschaftsarchitektur und wurde 1971 zum ersten Mal im Rahmen der BUGA Essen ausgelobt. Anlässlich der igs internationalen gartenschau hamburg 2013 (igs 2013) möchte die DGGL zusammen mit der igs 2013 den Ulrich-Wolf-Preis 2011 in Hamburg-Wilhelmsburg ausloben.
