Seit mehr als 60 Jahren verbessern wir nachhaltig die Lebens- und Standortqualität von Städten und Kommunen. Wir schaffen Oasen, Rückzugs- und Spielflächen im urbanen Raum. Dieser Erfolg macht uns stolz und spornt uns an.

Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft

Zwei Fragen zum Thema

Dr. Anne Marie Freybourg hat gleich nach dem Studium die „Kunstpraxis“ gegründet und arbeitet seitdem als freie Kuratorin und Kritikerin, spezialisiert auf zeitgenössische Kunst. Nach internationalen kuratorischen Erfahrungen hat sie sich der Entwicklung ungewöhnlicher Programme gewidmet, die den Menschen die zeitgenössische Kunst näherbringt. Ein Beispiel ist das innovative „Goldrausch Künstlerinnenprojekt“, das sie gegründet und geleitet hat. Vor acht Jahren begann sie ein anspruchsvolles Kunst- und Kulturprogramm für ein großes Krankenhaus in Berlin umzusetzen. Zudem verfügt sie über langjährige Erfahrungen mit Kunst im öffentlichen Raum und hat bei der BUGA Potsdam 2001 in der Kunstjury mitgewirkt und bei der BUGA Schwerin 2009 die zeitgenössische Kunst kuratiert.

Lässt sich ein Trend für Kunst im Freiraum erkennen? Gibt es mehr temporäre Installationen oder durchaus Bleibendes, wird derzeit eher mit schweren oder mit leichtem Material gearbeitet?

Temporäre Installationen werden meistens auf Ausstellungen zu Kunst im öffentlichen Raum gezeigt, die selbst zeitlich begrenzt sind. Z.B. einen Festivalcharakter haben wie das Lichtkunst-Festival in Unna. Leistet sich eine Stadt oder Kommune die kostspielige Investition für die Schaffung eines Kunstwerkes im öffentlichen Raum, dann ist dies meist als langfristige Investition gedacht und deshalb wird bevorzugt dauerhafte Kunst ausgewählt. Das muss nicht zwingend zu schweren Materialien führen, aber die Materialien, die im Außenraum eingesetzt werden, müssen eine besondere Haltbarkeit aufweisen und dürfen nicht schon unter den ersten Regengüssen oder bei intensiver Sonneneinstrahlung zerfallen. Das gilt natürlich nicht nur für die Materialien, sondern ebenso für die Konstruktion der Kunstwerke. Erfreulich ist, dass es zunehmend neue Formen von Kunstwerken, es also nicht nur Skulpturen im öffentlichen Raum gibt, sondern auch Klang- und Lichtkunst-Werke ihren Weg in den öffentlichen Raum finden. Es lohnt sich einen Blick auf folgende Künstler zu werfen und sich einen Eindruck zu verschaffen, wie Klang- und Lichtkunst im öffentlichen Raum wirken kann: Der Hamburger Künstler Andreas Oldörp ist ein erfahrener Klangkünstler.  Hans-Peter Kuhn aus Berlin arbeitet als Lichtkünstler im öffentlichen Raum, vor allem in Parks und an Gebäuden, und hat international große Lichtprojekte realisiert.

Wenn Sie europäische Länder bereisen, wo ist Ihrer Erfahrung nach Kunstim Freiraum am schönsten zu sehen?

Aktuell für den Sommer kann ich allen, die an Kunst in Parks interessiert sind, zwei wunderbare und verzaubernde Parkausstellungen empfehlen: >> Henry Moore's Werke in englischen Park Perry Green und die >> Stiftung Insel Hombroich in der Nähe von Neuss.

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