Gartenschauen haben eine jahrhundertealte Tradition, die schon aus der Öffnung privater Hofgärten, Gewächshäuser und Pflanzenschauen im 19. Jahrhundert stammt. Während die Anlage aufwendiger Parkanlagen lange Zeit Privileg von König und Adel waren, interessierten sich im 18. und 19. Jahrhundert zunehmend auch wohlhabende Bürger für Pflanzen. Orientierung boten ihnen dabei Pflanzenschauen, auf denen Handelsgärtnereien ausstellten. Mit wachsendem Interesse entstanden Pflanzengesellschaften und -vereine.
Unsere Geschichte
1869 fand in Hamburg die erste internationale Gartenausstellung in Deutschland statt. Bald darauf folgten überall im Land zahlreiche Veranstaltungen dieser Art. Seit 1951 etablierte sich in Hannover die Idee einer Bundesgartenschau, die nicht nur Präsentationsfläche für die Leistungen des Gärtnerhandwerks, sondern von Anbeginn ein Motor der Stadtentwicklung sein wollte.
Dekaden der Entwicklung
1951–1965
Wiederaufbau in Deutschland
Parks schließen die Baulücken zerstörter Städte
1967–1993
Grün-Renovierung und Neuanlage
Parks bieten Naherholung und Erlebnis
1995–2007
Stadtentwicklung in den neuen Bundesländern
Gartenschauen verwandeln Militär- und Industriebrachen in Parks
2009–2019
Ökologische Freiräume in der Stadt
Parks öffnen innerstädtische Kernbereiche
Seit 1951 gehören die im zweijährigen Turnus stattfindenden BUGAs und zehnjährig stattfindenden Internationalen Gartenbauausstellungen, IGAs, zum festen Bestandteil des Kulturlebens unseres Landes. Sie schaffen grüne Oasen, Rückzugs- und Spielflächen im urbanen Raum und verbessern die Lebens- und Standortqualität von Städten und Kommunen.
Ein halbes Jahrhundert Erfahrung
Die ersten 22 BUGAs, inklusive der fünf IGAs in diesem Zeitraum, koordinierte der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG). Da die Vergabe und Durchführung der Gartenschauen immer aufwändiger wurden, gründete der ZVG zusammen mit dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) und dem Bund deutscher Baumschulen (BdB) 1993 die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG), die seither diese Aufgabe übernimmt. Die Schirmherrschaft einer Bundesgartenschau wird vom amtierenden Bundespräsidenten übernommen.
Blumen auf den Trümmern – Audio-Beitrag
Das Bedürfnis nach einer schönen Umgebung, nach einem heilen Flecken Erde, unberührt von den Schrecken des Krieges führte zu der Idee einer Gartenausstellung. Am 28. April 1951 wurde die erste Bundesgartenschau in Hannover eröffnet.
WDR 2 – Stichtag 28.04.2011
Ein Beitrag von Andrea Klasen.
