BUGA – Gärtner in der Havelregion feierlich geehrt

Staatsehrenpreise und Auszeichnungen vergeben

Zum feierlichen Abschluss der Bundesgartenschau 2015 Havelregion am 11. Oktober 2015 haben das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, BMEL, und der Zentralverband Gartenbau e.V. die höchsten  Auszeichnungen an Gärtner, Aussteller, Züchter und Unternehmen verliehen, die für sie als Teilnehmer der gärtnerischen Wettbewerbe zu erringen waren: Staatsehrenpreise erhielten in Havelberg all diejenigen, die die höchste Punktzahl über die gesamte Laufzeit der BUGA innerhalb einer Klasse erringen konnten. Zwei Betriebe wurden zusätzlich mit dem begehrten Ehrenpreis des Zentralverband Gartenbau e.V. ausgezeichnet. Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen  Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) moderierte die Veranstaltung, die die DBG im geschmückten Festsaal des ArtHotel Kiebitzberg in Havelberg ausgerichtet hatte.

„Die Stars sitzen schon auf der Bühne“, meinte Jochen Sandner zur Anmoderation in Richtung der Preisträger. Sie könnten nun entspannt auf das Publikum schauen. Dort begrüßte er die Ehrengäste: Ministerialdirektor Clemens Neumann vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), drei Bürgermeister des Zweckverbandes BUGA 2015 Havelregion: Bernd Poloski aus der Hansestadt Havelberg, Ronald Seeger aus Rathenow und Roy Wallenta aus Premnitz.

Andreas Lohff, Vizepräsident des Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) war ebenso gekommen, wie der Geschäftsführer des ZVG, Franz-J. Jäger und sein Kollege vom Bund deutscher Baumschulen e.V. (BdB), Markus Guhl, sowie Hanns-Joachim Redeker, Alterspräsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V., (BGL).  Jochen Sandner konnte neben den Vertretern der grünen Bundesverbände, der Gesellschafter der DBG, auch Dr. Andreas Jende, Präsident des Landesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Berlin-Brandenburg e.V., sowie deren Geschäftsführer Oliver Hoch und Rita Kaiser begrüßen. Last but not least war natürlich auch Erhard Skupch an seinem letzten Tag als aktiver BUGA-Geschäftsführer gekommen.

Zahlreiche Familienangehörige und Betriebsmitarbeiter der Gärtner aus ganz Deutschland waren angereist, um die Preisträger zu diesem Ereignis zu begleiten. Auch sie wurden herzlich begrüßt. Sie freuten sich schon auf die Ausführungen von Renate Behrmann, der Ausstellungsbevollmächtigten der IGA Berlin 2017, die den gärtnerischen Wettbewerb auf der nächsten – diesmal internationalen – Gartenausstellung organisieren wird.

Staatsehrenpreise – die Oskars der grünen Branche

In einem Gespräch mit Jochen Sandner ließ Bernd Poloski, Bürgermeister der Hansestadt Havelberg, noch einmal die wichtigsten Impressionen, die gärtnerischen Highlights von der

BUGA 2015 Havelregion revue passieren: Er betonte, dass schon jetzt die Nachhaltigkeit der BUGA sichtbar sei: in den restaurierten Sakralbauten ebenso wie auf den Frei- und Bühnenflächen, in der Erreichung der Ziele im Sportboottourismus wie im schon aufkeimenden Interesse der Bürger an der Patenschaft von Schmuckflächen. Jochen Sandner scherzte: „Der deutsche Gartenbau ist an ihrer Seite, wenn die Beete gepflegt werden müssen“.

Andreas Lohff, Vizepräsident des Zentralverband Gartenbau e.V. dankte in seiner Ansprache für die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Gärtner mit der BUGA 2015 Havelregion. Er bot in seiner Rede die harten Fakten und Zahlen zum gärtnerischen Wettbewerb: 59 Preisrichter waren während der sechsmonatigen Gartenschau auf 328 Bewertungsgängen unterwegs, um die gärtnerischen Leistungen im Freiland und in den Blumenschauen zu prämieren. Insgesamt wurden dem Publikum 62 Neuzüchtungen – von der „Rose der Einheit“ bis zur Fuchsie „BUGA Havelregion“ vorgestellt. Nicht wenige von ihnen wurden dazu mit Havelwasser namentlich getauft. Und das alles vor begeistertem Publikum und laufender Kamera.

Zuvor hätten die Gärtner zu dieser BUGA aber vor einer besonderen Herausforderung gestanden: es galt Parkareale und Freiflächen statt an einem an fünf Standorten zu optimieren. Unendlich viel mehr Planung, Vorbereitung und harte Arbeit als zu vorherigen BUGA/IGA Formaten waren notwendig. „Trotzdem nehmen wir hier keine inflationäre Verteilung von Preisen vor, sondern verleihen mit diesen aus der höchsten Punktzahl im Wettbewerb errechneten Staatsehrenpreisen die Oskars der grünen Branche,“ meinte Lohff. „Führen sie ihre Arbeit so fort, kommen sie zur IGA nach Berlin, denn nach der Gartenschau ist vor der Gartenschau“, forderte er seine Berufskollegen auf.

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft engagiert sich auch zur IGA 2017

Ministerialdirektor Clemens Neumann überbrachte sodann herzliche Grüße von Bundesminister Christian Schmidt. Er blickte in seinem Grußwort noch einmal dankbar zurück: „aus der anfänglichen Skepsis gegen das Großvorhaben ist reine Freude und ein besonders gastfreundliches Klima in Brandenburg entstanden. „Eine BUGA ist kein Museum – alles ist lebendig, jeden Tag aufs Neue. Sie kommt dem Bedürfnis der Bürger entgegen, sich stärker mit Grün zu umgeben. Eine nachhaltige Entwicklung wie zur BUGA in Bonn oder der BUGA in Koblenz wünsche ich auch der Havelregion. Der nächsten IGA in  Berlin aber erst einmal viel Erfolg bei der Durchführung – das BMEL wird sich einbringen.“

Nach unterhaltsamer musikalischer Unterbrechung durch die Band „Scotch und Soda“, aus Berlin interviewte Jochen Sandner den Leiter der gärtnerischen Wettbewerbe und Ausstellungsbevollmächtigten der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft, Rainer Berger über seine Arbeit, die mit dieser Gartenschau für die DBG endet.

Berger dankte allen Beteiligten: „Sie haben sich in außergewöhnlicher Weise und mit größtem Engagement von Brandenburg bis Havelberg gesetzt. Mehr kann man eigentlich für seinen Berufsstand nicht tun, sie sind die besten Botschafter der Grünen Branche. Es gab so viele Höhepunkte auf dieser Gartenschau: begonnen mit der Tulpenpracht, ging es im Mai und Juni weiter mit üppigem Frühjahrsblühern, mit Pfingstrosen und Rittersporn und dann mit den Saisonbepflanzungen der Friedhofsfläche,  - dank ihres hoch professionellen Einsatzes haben wir ein sehr positives Echo auf die gärtnerischen Leistungen der BUGA erhalten“, meinte Berger. Die Herausforderung für ihn bestand darin alle Flächen im Blick und alle Schauplätze qualitativ auf der Höhe zu halten. Das bedeutete 3000 gefahrene Kilometer pro Monat von Standort zu Standort. Rainer Berger dankte an dieser Stelle auch seiner Assistentin Anne Wandke, den Kollegen Manuela Kenzler, Andreas Kenzler, Stefan  Wegener, Matthias Kucklick, Frank Schröder und Matthias Ulrich für ihre Unterstützung. Und nicht zuletzt hob er die Preisrichter hervor, die eine lange Anreise für diese BUGA in Kauf genommen hatten. Er freute sich besonders über das Interesse junger Nachwuchspreisrichter. „Hier erlebt man die Leistungsfähigkeit des Gartenbaus in seiner Gänze,“ meinte Berger. Erwähnung fand in seiner Rede  auch die Lehrbaustelle des BGL-Landesverbandes Berlin-Brandenburg, - dank dem Engagement von Dr. Jende ein beliebter Publikumsmagnet. Ebenso zu werten sei der Beitrag der Friedhofsgärtner - Dank galt dem Team um die Vorsitzende des Bundes deutscher Friedhofsgärtner, Birgit Ehlers-Ascherfeld, und dem i-Punkt GRÜN, der mit 40 Referenten und 700 Veranstaltungen das gärtnerische Wissen beim Publikum vertiefte. „177 Tage liegen hinter uns. Zum einen ist ein bisschen Wehmut dabei, wenn eine Gartenschau zu Ende geht. Auf der anderen Seite ist es schön, eine BUGA auf einer stimmungsvollen Veranstaltung zu beenden und den Staffelstab an die nächste Ausrichterstadt nach Berlin weiterreichen zu können.“

Verleihung der Staatsehrenpreise und  Ehrenpreise des ZVG

Die Verleihung der Staatsehrenpreise im ArtHotel Kiebitzberg erfolgte nun durch Ministerialdirektor Clemens Neumann, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und den Vizepräsidenten des Zentralverbandes Gartenbau e.V., Andreas Lohff. Staatsehrenpreise wurden in 16 Kategorien vergeben: unter anderem für die besten Leistungen im Bereich Frühjahrsblüher und Sommerblumen im Freilandwettbewerb und für die Leistungen in den Bereichen Grabbepflanzung, Neuheiten, Grünpflanzen, Topfpflanzen, Schnittblumen, Stauden, Gehölze, Obst, Gemüse, der Floristik bis zur Standgestaltung. Im Anschluss überreichte Andreas Lohff, stellvertretender Präsident des ZVG den Großen Ehrenpreis des Zentralverbandes Gartenbau e.V.

„Scotch und Soda“ boten ein neues musikalisches Intermezzo bevor Renate Behrmann ein interessiertes Auditorium für die IGA Berlin gewinnen konnte. Sie erläuterte die Ausstellungsflächen und Attraktionen zwischen den Gärten der Welt und den Kienbergterrassen in Marzahn-Hellersdorf und konnte schon erfreut bekannt geben, dass Rosen und Rhododendron noch in diesem Jahr gepflanzt wurden. „Berlin bietet Gärtnern aber noch viele Chancen“, meinte Renate Behrmann. „Kommen  Sie zum Ausstellerinformationstag am 18. Juni 2016. Dort werden Konzepte erläutert, Führungen geboten und ein gärtnerisches Netzwerk, in das Sie sich einklinken sollten. Sie sind die Garanten, die unsere IGA zu einem Erfolg führen werden“, wandte sie sich an die Adresse der Gärtner. Sie hofft viele der Anwesenden in spätestens18 Monaten in Berlin begrüßen zu können und wünschte allen Beteiligten schon jetzt einen glücklichen Verlauf. „Die BUGA 2015 Havelregion war nicht nur ein Event, sondern ein Erlebnis, das die IGA in einem urbanen Rahmen für ein junges Publikum übersetzen wird“ schloss sie ihre Ausführungen.

Nun sollte auch Erhard Skupch zu Wort kommen, der 177 Tage für dieses Großevent im Einsatz war. Er war stolz auf das Erreichte: auf durchgängig gut gepflegte Flächen, die jetzt nach sechs Monaten und ersten  Frösten immer noch einen guten Eindruck machen, -  Kompliment an die Gärtner!  Und auf das Ausstellungs-, das Verkehrs-, und das Marketingkonzept – mit dem die BUGA funktioniert habe. Jetzt starte bis Ende Oktober erst einmal der Rückbau.

Ein Tusch zum Schluss und noch ein Bild mit einem neuen Gesicht: Michael Kizil ergänzte darauf als neuer Ausstellungsbevollmächtigter die Runde der DBG, die sich hier dankbar von allen Gärtnern verabschiedete. Jochen Sandner wünschte eine gute Rückreise und allen einen guten Einstieg in den gärtnerischen Alltag.

Fotos der Staatsehrenpreisträger:
BUGA 2015 Halveregion /  Thomas Uhlemann

Preisträger der BUGA 2015 Havelregion

hier finden Sie die Auslobung und die Gewinner der Staatsehrenpreise und der Ehrenpreis des ZVG

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Paul Helle

Leiter i-Punkt GRÜN

FON: +49 (0) 228 / 53980-12
E-MAIL: helle(at)bundesgartenschau.de