„Gärten der Welt“ – eine besondere Ausstellung im Züricher Gartenjahr

Im „Züricher Gartenjahr 2016“ lädt das Museum Rietberg zu einer Promenade durch die Gärten der Welt und durch die Welt der Gärten ein. In einer großen Ausstellung präsentiert es berühmte Gärten von Japan bis England und erzählt dabei Geschichten von Menschen, die in Gärten Inspiration, Glück, Liebe, Zuflucht und Ruhe gesucht, wenn auch nicht immer gefunden haben - denn auch Tod und Verrat können hinter Blumenbeeten und Hecken lauern.

Die Sehnsucht nach einem besseren Dasein oder einer Wiedergeburt in einem paradiesischen Garten abseits des Lärms und des Staubs der Welt hat die Menschen angetrieben, ihren Traum vom Garten zu verwirklichen. Die Vielfalt der Gartenkunst wird an Fallbeispielen aufgerollt: in die Wüste gebaute Gartenoasen im alten Ägypten und in Babylon, ein Hausgarten in Pompeji, ein Steingarten in Kyoto, das idyllische Refugium eines chinesischen Dichters, geometrische Palastgärten indischer Kaiser, abgeschirmte mittelalterliche Kloster-Paradiese, weitläufige Parks für die Könige und Fürsten der Barockzeit, scheinbar grenzenlose Landschaftsgärten, ein europäischer Garten für den Kaiser von China und chinesische Gebäude in europäischen Parks. Künstler, Dichter und enthusiastische Blumenliebhaber haben Gärten gebaut, gemalt und beschrieben: Werke von Carl Spitzweg, Utamaro, Paul Klee, Max Liebermann, Wen Zhengming, Salomon Gessner, Bishandas und anderen bieten Einblicke in private Paradieswelten.

Gärten und Parks sind aber auch Zeugen ihrer jeweiligen Kultur und ihrer Zeit: Sie geben Aufschluss über das Verhältnis von Mensch und Natur, über Religion und Jenseitsvor­stellungen, über Ordnung und Macht, über kulturellen Austausch, über die Gefühle von Freiheit und Gefangensein und über die Befindlichkeit ihrer Erbauer. Mit Kunstwerken aus Japan, China, Indien, dem Orient und Europa, mit Bildern, Plänen, Grafiken, Fotografien; Filmausschnitten und Videoinstallationen präsentiert sich die Ausstellung als kurzweiliger, die Sinne anregender Spaziergang durch die Geschichte der Gartenkultur. In einer multi- medialen Installation wird am Ende der Ausstellung der Garten als literarischer Schauplatz in Szene gesetzt.

Grün gelebte Trendthemen – das Begleitprogramm im Rieterpark 

Das Museum Rietberg liegt im Rieterpark, einem der schönste Landschaftsgärten der Schweiz. Er bildet den Rahmen der Ausstellung und ist zugleich Teil von ihr: Vor der Villa Wesendonck lässt Grün Stadt Zürich eigens für die Ausstellung Blumenbeete erblühen, wie sie im späten 19. Jahrhundert in Mode und auch im Rieterpark zu bewundern waren. Die obere Loggia der Villa Wesendonck wird fürs Publikum zugänglich gemacht und bietet einen herrlichen Blick über den Park. Der Ort erinnert auch an Richard Wagner, der hier 1858 das Lied «Im Treibhaus» für seine Geliebte und Muse Mathilde Wesendonck komponiert hat. Von der Terrasse der Villa kann man durch ein Fernrohr das «Vrenelisgärtli», das sagenumwobene Schneefeld in den Glarner Alpen betrachten. Eine Figurengruppe mit Zodiaktieren, die im 18. Jahrhundert für den Sommerpalast des chinesischen Kaisers in Beijing entstanden ist, wird in einer Installation von Ai Weiwei gezeigt.

Mit Schulklassen, Kindern und Familien wird auf dem Smaragd-Vorplatz des Museums und im Pergola-Hof ein wild wuchernder Gemüse- und Blumengarten ­als ein Urban-Gardening-Projekt betrieben. Das Café wird zur Gartenwirtschaft und lädt ein zum gemütlichen Sitzen, Trinken und Essen mitten in Kräutern, Blumen und Gemüse.

Begleitprogramm für den Erhalt und die Entwicklung von grünen Stadtfreiräumen

Die Garten-Ausstellung des Museums Rietberg ist eine der Hauptattraktionen im schweizweiten «Gartenjahr 2016 – Raum für Begegnungen». Mit der Kampagne setzt sich ein breites Bündnis von nationalen Organisationen für den Erhalt und die Entwicklung von Freiräumen und Gärten ein und macht auf ihre zentrale Bedeutung für eine qualitätsvolle Verdichtung aufmerksam. In diesem Rahmen plant das Museum Rietberg in Kooperation mit Grün Stadt Zürich zahlreiche Attraktionen. An einem Wochenende im Juli steigt im Rieterpark ein grosses Sommerfest mit einem Pflanzen- und Gartenmarkt und einem vielfältigen Musikprogramm und kulinarischen Angebot. Filme, meist Literaturverfilmungen, die in Gärten und Parkanlagen spielen, werden im Sommerkino im Museum zu sehen sein. Während den Sommermonaten lädt der Pavillon des japanischen Architekten Shigeru Ban ein zum Verweilen.

Um ein möglichst breites an Gärten interessiertes Publikum zu erreichen und für die Ausstellung zu gewinnen, publiziert das Museum eine Gratis-Illustrierte in hoher Auflage, in der die Ausstellung, die Veranstaltungen und weitere Gärten, die es in Zürich zu bewundern gibt, vorgestellt werden. Ein Garten-Blog, den das Museum ab Juni 2015 betreibt, informiert über die Entstehung und die Hintergründe der Ausstellung und soll Einblick ins städtische Gärtnern ermöglichen. Während der gesamten Ausstellungsdauer bilden weitere thematische Attraktionen das Rahmenprogramm.  Klagen spielen, werden im nöchtlichenen.in Zusammenarbeit mit Grüsnstaen, wird das Museum n. mmerkino im Park zu sehen sein. ina

«Gärten der Welt» ist eine Ausstellung des Museums Rietberg des Präsidialdepartements der Stadt Zürich. Die Gartenprojekte im Rieterpark sowie das Begleitprogramm werden von Grün Stadt Zürich des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements der Stadt Zürich in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Museum realisiert.

Die Ausstellung läuft im Museum Rietberg, Zürich vom 13. Mai bis 9. Oktober 2016

Diskussionen im Netz

Spannend wird über die Ausstellung im Blog diskutiert. Hier erfährt man auch alles über das „making-of..“ eines jungen, inspirativen Ausstellerteams:

http://blog.rietberg.ch/

Das Rietberg Museum

Und direkt zum Museum, den Öffnungszeiten usw. geht es hier entlang:

www.rietberg.ch